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Anschütz Biathlongewehr mit Armatix Target Control System

Nachdem anlässlich der 50. ISSF Weltmeisterschaften in München von der Firma Anschütz der Prototyp eines Biathlongewehres mit Armatix Target Control System dem Fachpublikum vereinzelt vorgestellt wurde, wird dieses Thema im...[mehr]

Freitag 27. August 2010

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Stimmen zum Forum

Dr. Peter Mank - Geschäftsführer der weltweit operierenden Brenneke GmbH
Dr. Peter Mank (Geschäftsführer der weltweit operierenden Brenneke GmbH)

Wer das Dilemma sieht, daß viele überzogene Forderungen im Waffenrecht auf mangelnder Kenntnis über Problemzusammenhänge beruhen, versteht, daß es vordringliche Aufgabe des Forum Waffenrecht ist, für sachliche Aufklärung über die Realität zu sorgen.

Nur wenn wir durch fundierte Öffentlichkeitsarbeit weite Teile der Gesellschaft davon überzeugen können, daß von den legalen Waffenbesitzern keine Gefahr für unsere Gesellschaft ausgeht, und wenn wir breite Akzeptanz für unsere Anliegen herstellen können, werden auch der Gesetzgeber und die Verwaltung entsprechend handeln müssen.

Als Vertreter der Industrie werde ich alles mir Mögliche tun, um zu verhindern, daß die Probleme der inneren Sicherheit auf dem Rücken gesetzestreuer Bürger ausgetragen werden und die Zukunft einer ganzen Branche, immerhin geht es um Zehntausende von Arbeitsplätzen, vorrangig im Mittelstand, sinnlos gefährdet wird. Deutschland kann als Industriestandort nur überleben, wenn seine Unternehmen innovativ arbeiten können und ihre Produkte im internationalen Markt bestehen. Die Exportquote in unserer Branche ist hoch, und das ist auch gut so.

Deshalb muß das Forum Waffenrecht auch über Deutschlands Grenzen hinausblicken und international aktiv tätig sein.

 


 

Hans-Georg Fuchs
Hans-Georg Fuchs (ehemaliger Präsident des Verbands Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler)

In meinem eigenen Geschäft erlebe ich täglich hautnah, welche katastrophalen Auswirkungen ein restriktives Waffengesetz auf unsere Branche hat. Unter "Branche" sind allerdings – und das wird oft unterschätzt – neben den direkt betroffenen Waffen- und Munitionsherstellern, Waffenfachhändlern und Büchsenmachern auch viele andere Produzenten und Dienstleister, die im weiteren Sinne zu der Vielfalt und Vervollkommnung unserer jagdlichen und sportlichen Kultur beitragen, zu verstehen.Als ideeller Träger einer der bedeutendsten Messen weltweit in unserer Branche, der IWA in Nürnberg, ist der VDB stolz darauf, immer mehr Aussteller aus den Bereichen Schneidwaren/Messer, Optik, Bekleidung, Zubehör und Geschenkartikel, Sicherheitsbedarf und nicht zuletzt ein mannigfaltiges Spektrum an Fachverlagen begrüßen zu dürfen. All die Menschen, die in diesen Sparten mit Freude tätig sind, würden durch unrealistische Beschränkungen im waffenrechtlichen Bereich ebenfalls in ihrem Tun und in ihrer Existenz beeinträchtigt werden.Der Messestandort Deutschland hat eine lange Tradition und sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem unter allen Nationen beliebten Forum für Verständigung und den Aufbau von Beziehungen entwickelt.Tradition des Handwerks einerseits und Globalisierung der Märkte andererseits stehen nicht im Widerspruch. Weltweit genießen deutsche Erzeugnisse ein Renommee, das es zu erhalten und zu fördern gilt. Die Arbeit des Forum Waffenrecht ist hierfür unerläßlich.


 


 

Josef Ambacher
Josef Ambacher (Präsident Deutscher Schützenbund)

Einen wesentlichen Beitrag für den Status und das Ansehen Deutschlands in der Völkergemeinschaft leistete und leistet noch immer der Sport. Unser Land ist stolz auf seine Sportler, sind sie doch Botschafter unserer Nation, indem sie im Rahmen ihrer internationalen Treffen von Kindesbeinen an zur Verständigung unter den Völkern beitragen.

Wie in allen Sportarten ist es auch im Schießsport unerläßlich, daß die Jugend zeitig beginnt, sich auf die Herausforderung von Wettkämpfen vorzubereiten. Die Diskussion über das Eintrittsalter im Sportschießen ist überholt, belegen doch deutsche Universitäten in ihren Studien über das Verhalten bei Jugendlichen, daß durch den immensen Aufwand an Konzentration im Schießen gleichzeitig die Leistungen in der Schule steigen.

Wissenschaftliche Studien belegen ebenfalls, daß Jugendliche durch die Mitgliedschaft in Sportvereinen im Vergleich zu nicht sportlich organisierten Jugendlichen wesentlich besser mit Aggressionen und Konflikten umgehen können.

Wir Sportschützen wollen mit dazu beitragen, daß Unberechtigten der Zugang zu Waffen erschwert wird, daß wir aber gleichzeitig unsere Sportjugend zu verantwortungsvollen Bürgern erziehen.

Angesichts all dieser Aspekte halte ich den Schießsport für doppelt geeignet, Bürger zur Eigenverantwortung für ihr Tun und gleichzeitig zur friedlichen Konfliktbewältigung zu erziehen.

 


 

Constantin Freiherr Heereman
Constantin Freiherr Heereman (Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes)

Für Jäger ist Eigenverantwortung die höchste Prämisse. Der Umgang bzw. der Einsatz einer Waffe auf der Jagd ist für das Tier final. Es ist daher unsere Pflicht als Jäger, die Waffe als "Handwerkszeug" zu beherrschen und verantwortlich damit umzugehen.

Die Jagd hat eine jahrtausendealte Tradition, sie ist Bestandteil unserer Kultur, Zweifel an ihrer Existenzberechtigung sind abwegig, zumal sie heute gesetzliche Pflichten wahrnimmt, die in unserer Gesellschaft von keiner anderen Institution zu leisten wären.

Andererseits bedeutet Jagd, ähnlich wie im Sport, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu pflegen.

Seit 1997 steht von seiten der Innenministerkonferenz der Länder die Forderung im Raum, Waffen bei Wegfall des Bedürfnisses abgeben zu müssen. Stellen Sie sich einmal vor, eine Anzahl von Jägern könnte arbeits- oder gar krankheitsbedingt nicht mehr regelmäßig der Jagd nachgehen und müßte zukünftig ihre Waffen von einer Behörde "verwalten" lassen! Was für ein absurder Standpunkt, von den Kosten für den Verwaltungsaufwand ganz zu schweigen!

Als Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes und politischer Vertreter der Jägerschaft setze ich mich ein für tatsachengetreue Darstellung der Zusammenhänge und für den Kampf um die Akzeptanz einer Position in der Gesellschaft, die uns allen – als selbstverantwortliche und zuverlässige Bürger – zusteht.

 


 

Dr. Hans Scholzen
Dr. Hans Scholzen (Vorsitzender des Verbandes für Waffentechnik und -geschichte e. V.)

Sammler von Waffen und deren Munition haben für eine kulturhistorische Bewertung eine große Bedeutung, national wie international. So sind Sammler von Waffen und deren Munition - wie Sammler jedweder Erzeugnisse menschlichen Schaffens - Bewahrer für die Nachwelt. Alte Waffen gehören zum Kulturgut eines Volkes, wie Bilder, Möbel, Werkzeuge oder Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Waffensammler stellen sich die Aufgabe, dieses Kulturgut zu bewahren und die damit verbundenen geschichtlichen Ereignisse sowie die künstlerischen und technischen Entwicklungen aufzuarbeiten. Die Ergebnisse werden in vielen Fällen dokumentiert und veröffentlicht. Dadurch werden der Erfindungsreichtum, das handwerkliche Geschick, die künstlerische Sorgfalt ebenso unmittelbar dokumentiert wie mittelbar die politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Strömungen der jeweiligen Zeit. Die Tätigkeit des Sammelns entspringt nicht nur persönlicher Freude und geistiger Bereicherung, sie dient vielmehr darüber hinaus der Gemeinschaft. Waffensammler beraten Museen, veranstalten zu bestimmten Anlässen Ausstellungen für die Öffentlichkeit und machen Dauerleihgaben oder Stiftungen. Die Bestände großer Museen stammen wesentlich aus großzügigen Stiftungen von Privatsammlern.

Von den legalen Sammlern von Waffen und deren Munition gehen keine erkennbaren Gefahren für die innere Sicherheit oder die öffentliche Ordnung aus. Wünschenswert wäre eine Angleichung der vorhandenen Gesetzgebung an die europäischer Nachbarländer, denen dort mit größerer Toleranz gegenüber getreten wird und bei denen das Sammeln von Waffen und deren Munition nicht unter der diskreditierenden Betrachtungsweise des Sammelgutes steht wie in Deutschland. Waffensammler sollten staatlicherseits nicht behindert, sondern gefördert werden, denn sie erhalten und bewahren Belege unserer Geschichte und damit Kulturgut unseres Volkes.