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WFSA-Präsident spricht vor der UNO

Anlässlich des vierten Vorbereitungstreffens zum "Arms Trade Treaty" (ATT) vom 13. - 17. Februar in New York sprach der Präsident des World Forumon the Future of Sport Shooting Activities, Mr. Ted Rowe. Das WFSA ist die einzige bei den Vereinten Nationen akkreditierte Nichtregierungsorganisation, die den Interessen der zivilen Waffenbesitzern – Jägern, Sportschützen und Sammlern – eine Stimme gibt.

Der ATT befasst sich zwar hauptsächlich mit den Regelungen zum internationalen Handel mit Militärwaffen und Munition, jedoch bereitet die Definition und Übersetzung der Begriffe regelmäßig unüberwindbare Schwierigkeiten, so dass immer wieder Regelungen, die eigentlich für militärische Waffensysteme bestimmt sind, auch zivile Jagd- und Sportreisende oder den Handel mit Zivilwaffen ungewollt behindern. Diese Problematik brachte Ted Rowe in seiner Rede deutlich zum Ausdruck.

„Herr Vorsitzender, mein Name ist Ted Rowe, Präsident des World Forum on the Future of Sport Shooting Activities (WFSA). Das WFSA ist akkreditierte Nichtregierungsorganisation bei den UN-Sozialausschüssen und repräsentiert mehr als einhundert Millionen Jäger und Sportschützen. Ebenso stehen wir für fast alle Hersteller ziviler Schusswaffen und Munition in der Welt.

Bevor  wir fortfahren im Prozess dieses Waffenhandelsabkommens muss ich den Blick des Ausschusses auf einige grundlegende Dinge richten, die den Kern des Vertrages und den Begriff „small arms“ betreffen.

Herr Vorsitzender, Sie finden hier und heute nicht einen einzigen Mitgliedsstaat, der keine zivilen Schusswaffen und Munition importiert. Ich möchte Sie gar nicht mit Fakten und Statistiken langweilen sondern nur sagen, dass dieser internationale Handel jährlich mehrere zehntausend Transaktionen beinhaltet. Herr Vorsitzender, wir erkennen alle, dass es völlig unrealistisch ist, diese zivilen Transaktionen den gleichen Standards und der gleichen Kontrolle zu unterwerfen, wie Militärwaffen und militärische Waffensysteme.

Herr Vorsitzender, nach dieser Diskussion über die vorgeschlagenen Aspekte des ATT bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es nicht eine Lösung geben kann, die allen Belangen, sowohl zivilen wie militärischen Waffen, gerecht wird. Ich bitte daher die Anwesenden darum die zivilen Schusswaffen aus dem Focus des Abkommens zu nehmen, ebenso wie die Munition.

Der Vertrag muss auch keine Definition zum Begriff „zivile Schusswaffen“ treffen. Diese Definition sollte den einzelnen Mitgliedsstaaten als Teil nationaler Gesetzgebung vorbehalten bleiben. Die Berichte und Resolutionen, die die Basis dieses Prozesses bilden, erkennen ausdrücklich an, und ich zitiere, „…das Recht der Staaten international den Handel und national den Besitz (von Schusswaffen) selbst zu regulieren…“

Die Herausnahme von Zivilschusswaffen aus dem ATT und den Staaten zu erlauben, diesen Begriff selbst zu definieren, würde erst diese Worte mit Leben erfüllen.

Danke, Herr Vorsitzender“

Der Redetext im Original:

Mr. Chairman, I am Ted Rowe, the President of the World Forum on the Future of Sport Shooting Activities or WFSA.  The WFSA is an ECOSOC NGO representing more than one hundred million hunters and sport shooters.  We also represent most of the civilian firearms and ammunition manufacturers in the world.

As we proceed ahead with this ATT process I again feel compelled to call the body’s attention to some fundamental facts regarding the scope of the treaty and the issue of small arms.

Mr. Chairman there is not a member State here today that does not import civilian firearms and or ammunition.  I will not burden you with statistics or data, but only to say that this international commerce involves ten of thousands of transactions each year.  Mr. Chairman, we feel that it is unrealistic to submit these civilian transactions to the same scrutiny and standards as military weapons or weapons systems. 

Mr. Chairman as I listen to the discussion of proposed aspects of the ATT I am struck by the impracticality of imposing a one-size-fits all regime on both civilian firearms and military weapons.  I would implore the body to exempt civilian firearms from the scope of an ATT.  I would further implore the body to exempt all ammunition from the ATT. 

The treaty itself need not define civilian firearms.  That definition should be left to the various states as a matter of their domestic laws.  The reports and resolutions which are the basis of this process acknowledge, and I quote,  “…the rights of States to regulate internal transfers and national ownership…” of firearms.   Exempting civilian firearms from an ATT and allowing States to define  firearms would put this language into effect.

Thank you Mr. Chairman

21.03.2012 14:26 Alter: 3 Jahre